Das weltberühmte Starkbier

Für den klösterlichen Hausbedarf hatten die Paulaner Mönche schon ab 1634 Bier gebraut. Ihre Ordensregel erlaubte ihnen generell nur so karge Nahrung, dass sie vor allem während der verschärften Kasteiung in den Fastenzeiten dringend »flüssiges Brot« zur Stärkung brauchten. Um die Klosterkasse aufzufüllen, verkauften sie nach und nach ihr begehrtes Bier auch außer Haus. Jeweils im März schenkten sie zu Ehren ihres Ordensgründers am Nockherberg ein besonders starkes Bier aus: den späteren »Salvator«.

Der erste Schluck wurde dem Kurfürsten als Begrüßungstrunk gereicht. Die klösterliche Braustätte bildete bald eine ernst zu nehmende Konkurrenz für die bürgerlichen Brauhäuser. Der Nockherberg mit seinen Schatten spendenden Kastanien, die eigentlich der Kühlung der unterirdisch lagernden Bierfässer dienten, wurde zum Inbegriff für Geselligkeit und Biergenuss.

Für den ganzjährigen Ausschank dieses ganz besonderen Fastenbieres entstand ab 1861 der oben auf dem Nockherberg liegende legendäre Zacherl-Keller. Im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört, konnte man 1950 die Wiedereröffnung der Gaststätte und des Festsaales als »Salvator-Keller« feiern.


HISTORIE IM DETAIL

Salvator
Brand
Abriss
Neubau






Google+ Mich auf YouTube abonnieren